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und
das Ethnologische Museum
in Berlin-Dahlem, Lansstrasse 8
laden Sie herzlich ein zum Gespräch mit Buchvorstellung
Am
Donnerstag, den 4. Mai 2006 um 19 Uhr
Im Seminarraum des Ethnologischen Museums Eingang Fabeckstrasse
14-16
(im
U-Bf. Dahlem-Dorf der U3 gelangt man direkt zur Fabeckstrasse,
wenn man vom Bahnsteig aus den Lift benutzt, also nicht über
die Treppe geht)
Germans
in Southeast Asia: the history of a European minority in Penang,
Malaysia
Die
Geschichte der deutschsprachigen Gemeinde von Penang / Malaysia
zwischen 1800 und dem Zweiten Weltkrieg
mit Khoo Salma Nasution
2006,
Herausgeber: Areca Books, Penang
Hardcover, 21,6 x 21,6 cm
128 Seiten, über 170 Photos z.T. in Farbe
Preis: 20 US-$
Heutzutage
werden deutsche Touristen und Geschäftsleute, die nach Penang
in Malaysia kommen kaum bemerken, dass dieser historisch bedeutende
Überseehafen schon vor einem Jahrhundert eine sehr emsige
Gemeinschaft von Geschäftsleuten aus Deutschland und der
Schweiz hatte. Berühmte Besucher Penangs wie Herman Hesse,
Hans Sturzenegger und Karl Mai waren ebenfalls fasziniert von
dieser "Perle des Orients", wie dieses tropische Inselparadies
auch genannt wurde.
Die deutschsprachigen
Geschäftsleute benutzten den Seehafen der Insel auch als
Tor nach Süd-Thailand, zum malaiischen Festland und zur Insel
Sumatra, die zum niederländischen Kolonialreich gehörte.
Der Erfolg
der Deutschen beeinflusste damals auch wesentlich die Geschehnisse
in den Anglo-Thai Beziehungen in Süd-Thailand: drei thailändische
Provinzen im Süden wurden zum britisch-malayischen Protektorat
erklärt und dem Kolonialreich einverleibt, um dem zunehmenden
Einfluss der deutschen Interessen zu entgegnen.
Etliche Deutsche
trugen auch beträchtlich zum öffentlichen Leben in diesem
Teil von britisch Malaya bei, u.a. als Ingenieure, Architekten
(z.B. für das Minarett der Kapitan Keling Moschee in George
Town) oder als Photographen, wie der Hofphotograph des Sultans
von Kedah.
Die
Weltkriege in Europa führten dann zu schweren Rückschlägen
für die Übersee-Deutschen. Während des Ersten Weltkriegs
wurde der Hafen von Penang von der legendären S:M.S. Emden
heimgesucht, die in Qintao in China stationiert war. Als Gegenschlag
internierten die Briten alle Deutschen und konfiszierten ihr Eigentum.
Um der Geschäftsauflösung zu entgehen, wurden viele
deutsche Unternehmen von ihren schweizer Geschäftspartnern
übernommen.
Während
des Zweiten Weltkrieges diente Penang als eine geheime U-Bootbasis,
von der aus zusammen mit der japanischen Kriegsmarine der Indische
Ozean terrorisiert wurde.
Die Ereignisse
nach dem Zweiten Weltkrieg und der Erfolg deutscher Firmen in
den Industriegebieten Nordmalaysias wird in einem 2. Band erscheinen,
der z.Zt. in Arbeit ist.
Resümee
zum Lebenslauf der Autorin
Die
selbständige Autorin Frau Khoo Salma Nasution (geb. Khoo
Su Nin) ist eine malaysisch-geborene Chinesin mit anglo-kultureller
Erziehung ("Peranakan"). Mit dem Schriftsteller Abdur-Razaq
Lubis verheiratet, hat sie 3 Kinder. Sie publizierte Kulturmagazine
und Bücher zur lokalen Geschichte Nordmalaysias und ist international
bekannt als Aktivistin für die Erhaltung der historischen
Altstadt von George Town, Penang. Über das von unterschiedlichen
Ethnien geprägte Kulturerbe Penangs schrieb sie in zahllosen
Zeitungsartikeln und wurde von BBC, CNN, und SÜDWEST interviewt.
Nach
ihrem Liberal Arts Studium an der Duke University gründete
sie in Penang das Kulturmagazin "Pulau Pinang magazine"
und wurde bereits 1989 zur ehrenamtlichen Geschäftsführerin
des Penang Heritage Trusts gewählt, ein Amt, das sie ohne
Unterbrechung bis 2003 inne hatte. Zu ihren spontanen Aktivitäten
gehört u.a. die Restaurierung der Basis von Dr. Sun Yat Sen
in Penang (1993) und die Projektleitung zur Restaurierung des
Syed Alatas Mansion (1994, heute das Islam-Museum). Beide von
American Express finanzierte "Heritage Trails" wurden
von ihr veranlasst und im Detail entworfen.
Zahlreiche
Kolloquien und internationale Konferenzen wurden von Frau Khoo
Salma organisiert und durchgeführt, u.a. in 2001 - 2002 "The
Penang Story - a Celebration of Cultural Diversity" und ein
Jahr später "Shared Histories, Communities and Cultural
Heritage of Southeast Asia's Western Littoral". Im Januar
2006 partizipierte ihre Organisation "Lestari Heritage Net"
am "Global Ethics Project" der Konrad Adenauer Stiftung
(nach Prof. Küng, Universität Tübingen).
Frau
Khoo Salma Nasution war 1991 eine Mitbegründerin des "Asia
& West Pacific Network for Urban Conservation", das ca.
60 Institutionen mit Interesse zur Stadterhaltung in Asien verbindet,
die sowohl öffentlich-rechtlich, regierungsunabhängig
oder privat agieren.
Buch
und Vortrag sind in englischer Sprache.
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